Krümel beim Aufwachen - Schlaf im Auge

Gähn. Einmal kräftig strecken, den Schlaf aus den Augen reiben und dann raus aus dem Bett. Moment mal! Was sind eigentlich diese komischen Krümel, die wir morgens oft in den Augen finden?
Dreck aus der Sandkiste? Eher nicht. Bei dem Schlaf im Auge handelt es sich um eingetrocknete Augenschmiere. Um das zu verstehen, müssen wir uns das Auge einmal etwas genauer anschauen.
Unser Auge ist von zahlreichen winzigen Drüsen umgeben. Sie sitzen vor allem unter dem Lid und an den Wimpern und produzieren Tränenflüssigkeit. Die wird mit jedem Lidschlag über den gesamten Augapfel verteilt. Das ist ähnlich wie bei einem Scheibenwischer am Auto, der einzelne Regentropfen dünn über die Scheibe verteilt. So wird das empfindliche Auge geschützt. Die Flüssigkeit der Drüsen besteht aus Wasser und aus fettigen und öligen Stoffen.
Wenn wir nachts schlafen, machen auch die Drüsen ein bisschen Pause - sie produzieren weniger Flüssigkeit. Vor allem wird weniger von der wässrigen Flüssigkeit gebildet. Die fettigen und öligen Bestandteile trocknen dadurch ein. Sie werden krümelig und sammeln sich im Auge an - dicht neben der Nase. Morgens kommt die Produktion der Tränenflüssigkeit wieder in Gang.
Manchmal haben wir mehr, manchmal weniger Schlaf im Auge. Das liegt unter anderem am Wetter. Wenn nämlich zum Beispiel die Luft sehr trocken ist, werden auch die Augen leicht trocken. Dann wird mehr Schlaf gebildet als bei feuchter Luft. Es gibt aber noch viele andere Dinge, die bei der Bildung des Tränenfilms im Auge eine Rolle spielen, zum Beispiel ob wir krank oder gesund sind.





