Wie man Radioaktivität im Wasser misst

Mit einem Fieber-Thermometer kann man schnell messen, ob jemand Fieber hat und wie hoch es ist. Bei radioaktiver Strahlung ist das nicht immer so einfach.
Beim stark beschädigten Atomkraftwerk in Japan zum Beispiel möchten viele Menschen wissen, wie viel radioaktive entweicht. Dabei geht es auch darum, ob und wie stark das Grundwasser in der Nähe des Kraftwerks verstrahlt ist. Die Anlage wurde von einem Erdbeben und einer Riesenwelle beschädigt. Und so messen Experten die Radioaktivität im Wasser:
Sie nehmen etwas Wasser und tun es in ein Röhrchen oder ein Gefäß, wie Karsten Smid erklärt. Er ist Energie-Experte bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Dieses Gefäß mit Wasser kommt in ein spezielles Messgerät. Das ist von Blei umgeben. Das Metall verhindert, dass andere Strahlen von außen in das Gerät eindringen können. Damit ist gesichert, dass das Gerät wirklich nur die Werte von der Wasserprobe erfasst.
Das Besondere an radioaktiven Teilchen ist, dass sie nach einer bestimmten Zeit zerfallen - und genau das nutzen die Fachleute. Sie messen wie viele radioaktive Teilchen pro Sekunde in einer bestimmten Wassermenge zerfallen. Den Zerfall pro Sekunde geben Experten in Becquerel an. Nach der Messung erhalten die Fachleute also einen bestimmten Becquerel-Wert. Daran können sie erkennen, ob das Wasser verstrahlt ist - und .





