Herden, Schwärme, Kolonien - und ein Fotograf

Ansammlung

Auf einer Insel bei Australien leben unzählige rote Krabben. Davon legen unzählige Weibchen unzählige Eier ins Meer. Wenn die jungen Krabben dann vom Wasser ans Land wandern, sehen die Felsen aus, als hätte man sie mit roter Farbe angepinselt!
Es passiert oft, dass Tiere große Gruppen bilden und möglichst eng beisammen bleiben. Der Fotograf Ingo Arndt hat die Welt bereist, um Fledermäuse, Pelzrobben oder Kaptölpel zu fotografieren. In dem Buch «1,2,3 - ganz viele! Warum Tiere sich versammeln» könnt ihr seine großartigen Aufnahmen anschauen. Es sieht wunderschön aus, wenn viele hellrosa Flamingos zusammenstehen. Oder wenn Tausende von Bergfinken auf einem Baum sitzen.
Es gibt verschiedene Gründe, warum Tiere sich zusammentun. Oft lässt sich so der Nachwuchs besser schützen. Wenn man in großen Herden wandert, kann man mitunter auch bessere Futterplätze finden. Karibus sind zum Beispiel ständig in Bewegung. Die Rentiere suchen einerseits nach Futter. Im Sommer machen sie sich dann oft auf den Weg in kühlere Berggegenden - wohl auch, um den Mücken zu entfliehen, die sie sehr quälen. Au! Das ist ganz schön fies, wenn einen so ein Plagegeist in die weiche Nasenspitze sticht.
Das Buch ist voller Bilder zum Staunen. Zu den einzelnen Tierarten hat die Frau des Fotografen viel Wissenswertes aufgeschrieben. Zum Beispiel wie es die Robbenmutter anstellt, ihr eigenes Kind in einem wuseligen Robbenhaufen wiederzufinden, wenn sie von der Futtersuche zurückkommt. Ein schönes und lehrreiches Buch.


 

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